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Genieße die kleinen Dinge im Leben. Irgendwann wirst du zurückschauen und feststellen, dass sie großartig waren."

Bild Michael in Yogaschule

Horvath hat mal gesagt: " Eigentlich bin ich ja ganz anders. Ich komme nur so selten dazu." Wenn Corona einen positiven Aspekt hat, dann wohl den, zu Dingen zu kommen, für die wir im normalen Alltag nicht kommen. Vielelicht ist es besser ausgedrückt wenn ich sage, zu denen wir in unseren unnormalen Alltag nicht komnmen. Dau passt ein Zitat von Reinhold Messner auch ganz gut:" Durch Corona komme ich endlich mal zu den Dingen, für die ich sonst keine Zeit habe". Man könnte auch sagen ich komme endlich mal zu den wesentlichen Dingen meines Lebens und höre auf, an den kleinen Dingen, die so wesentlich sind, vorbei zu laufen. Es kann so beglückend sein einmal einen Baum staunend anzusehen, oder den Tag, der vor Dir liegt. Danzu mußt Du stehen bleiben. Es kann aber auch genaus so beglückend sein, sich mit seinem Atem zu verbinden, um hinterher festzustellen, dass sich die Gedankenwelt positiv verändert hat.

Vor einigen Tagen bin ich auf einen interessanten Satz gestoßen:

"Genieße die kleinen Dinge im Leben. Irgendwann wirst du zurückschauen und feststellen, dass sie großartig waren."

Damit ist gemeint, dass wir die wesentlichen Dinge im Leben anschauen sollen und nicht daran vorbei rennen, in unserem übersteigerten Abarbeitungsmechanismus. Dein regelmäßiges Yogaüben hilft dir ganz pragmatisch Beschleunigung wegzunehmen und wesentliche Dinge in deinem Leben wieder zu sehen und darin zu verweilen. Du kommst endlich mal zu dir.

Jeder der Yoga übt weis, wenn er sich beispielsweise einmal vollständig 10 ruhigen Atemzügen hingegeben hat, ohne "wenns und abers" im Kopf, verändert sich sofort die Psychologie. Im regelmäßigen Üben stellt sich ein tieferes Bewusstsein ein, das sich durch Dankbarkeit und Freude zeigt. Und wer Freude und Dankbarkeit erlebt, hat so überhaupt keine Lust zu streiten oder mißgünsitg zu sein. Wer Freude und Dankbarkeit erlebt fühlt sich emphatisch verbunden mit der Natur und anderen Menschen.

Der Neuorowissenschafter Prof. Dr. Gerald Hüther schreibt in seinem Januar 21 Newsletter:

"Falls diese schwierige Zeit einmal zu Ende geht, werden wir uns viel zu vergeben haben. Die gegenseitigen Vorwürfe, die Streitereien, die Diffamierung Andersdenkender haben ein Ausmaß angenommen, das ich noch vor einem Jahr nicht für möglich gehalten hätte. Wir brauchen die Verbundenheit in einer Gemeinschaft, aber nicht, um uns gegenseitig zu überwachen oder in abstrusen, rechthaberischen Vorstellungen zu stärken, auch nicht, um auf dem Sofa gemeinsam von einer friedvollen Welt zu träumen. Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder sich gegenseitig stärken und einander helfen, die in ihnen angelegten Potentiale zu entfalten. Das aber gelingt nur solchen Menschen, die nicht als bedürftige, als unzufriedene, als nach Anerkennung und Bedeutsamkeit strebende Klugscheißer, Besserwisser und Alleskönner unterwegs sind. Wer außerstande ist, liebevoll mit sich selbst umzugehen, also auf die Stillung seiner lebendigen Bedürfnisse zu achten anstatt sich ständig an die Erwartungen anderer anzupassen, wird auch keine liebevolle Beziehung zu anderen Menschen, auch nicht zu anderen Lebewesen eingehen und gestalten können. Es geht um die Wiederentdeckung der eigenen Lebendigkeit. Noch nie war das so wichtig wie heute und vielleicht wird daraus eine sich ausbreitende Bewegung von Menschen, die den Zauber des Lebendigen in all seinen Formen bewundern und bewahren, statt ihn weiterhin und dann womöglich endgültig zu zerstören. Nur wer mit seiner eigenen Lebendigkeit verbunden ist, hört auf, das Leben für seine Ziele und Absichten zu instrumentalisieren. Eine -Brave New World- ist nicht das, was wir für die Aufrechterhaltung unserer Lebendigkeit und Vielfalt brauchen. Wer damit beginnt, etwas liebevoller zu sich selbst zu sein, wird schnell spüren, welche stärkende, beglückende und gesund erhaltende Kraft daraus erwächst. Menschen, die sich auf diese Weise wiedergefunden haben, lassen sich nicht mehr wie aufgescheuchte Hühner von anderen umher jagen. Die hören auch auf, anderen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und die müssen auch nicht warten, bis alle Anderen damit anfangen, ebenfalls liebevoller als bisher zu sich selbst zu sein. Die entscheidenden Veränderungen werden nicht von den jeweiligen Machthabern gemacht, die entstehen dadurch, dass viele Einzelne ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Solche Menschen sind fortan resistent gegen Angstmacher, sind nicht mehr verführbar und auch nicht länger manipulierbar. Deshalb wäre es gut, wenn wir schon unseren Kindern zeigen, was es heißt, liebevoll zu sich selbst zu sein und seine lebendigen Bedürfnisse nicht unterdrücken zu müssen"

Ihr habt die Wahl. Alles andere wäre Selbstbetrug.

Bleibt gesund und beschützt.

Michael Meyer